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Heimweh und Verbrechen (2)

Text und Regie Hilde Schneider und Beate Faßnacht

Heimweh und Verbrechen (2), Basel

Badische Zeitung (20. September 2010)
(…) Im Laufe der montageartigen Szenen verwandelt sich der Pathologiehörsaal des Universitätsspitals Basel durch seltsam gelbliches Licht und Schattenwürfe in einen Raum des Innern: ein Theater der Anatomie mit Blick in die geheimsten Winkel des menschlichen Innenlebens. „Bühnenbild“ ist der Seziertisch, daneben das Waschbecken, davor das Pult. In diesem kühlen Ambiente entwickelt das Stück in Text und Regie von Beate Fassnacht und Hilde Schneider eine beklemmende Dichte und tiefenanalytische Intensität, wie sie in einem herkömmlichen Theatersaal wohl nicht zu erreichen wäre. (…)
Aus verschiedenem Quellenmaterial, Jaspers Studie, Verhören, Protokollen, authetischen Fällen, wissenschaftlichen Diskursen und Texten, auch historischen wie dem des Artztes Johannes Hofer, der 1688 in Basel erstmals Heimweh als Krankheit beschrieb, haben Beate Fassnacht und Hilde Schneider eine fesselnde szenische Collage verfasst und inszeniert. Ihre Spielszenen, Dialoge und Figuren fügen sich zu einem suggestiven, assoziationsreichen Theaterabend, der an tiefste Schichten und Abgründe der Seele rührt. (…) Roswitha Frey

mit Kristina Brons, Rebekka Burckhardt, Hans Rudolf Twerenbold, Sebastian Krähenbühl und Balthasar Streiff

Fotos Judith Schlosser (CH)