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Bambiland

Textfassung und Regie Hilde Schneider

Bambiland

Theaterheute (03/06) Entführung nach „Bambiland“
(...) In der Kammer hat Regisseurin Hilde Schneider daraus eine szenisch unspektakuläre Talkshow über die Verlogenheit in Zeiten des Krieges gemacht. Elfriede Jelineks Textmasse hat sie klug zerpflückt und sich davor in Acht genommen, die Meinungen, Haltungen und Phrasen, die ungeheuren, ausgesprochenen und verknüpften Wirklichkeiten auch noch zu illustrieren, sie mit szenischem Schnickschnack aufzumotzen. Schneider und ihre vier Schauspieler machen sich die Verstörtheit der Autorin zueigen, von den offenen, bohrenden Fragen lenken keine inszenierten Bilder-Antworten ab: Die Folgen von kriegerischer Auseinandersetzung, Anmaßung und Machtmissbrauch werden in dem kleinen Raum von Darstellern und Zuschauern auf einmal gemeinsam verhandelt – und natürlich auch bewertet. „Bambiland“ wird so zum spröde unbequemen Lehrstück, ein bisschenaltmodisch und karg vielleicht, in der unmissverständlichen Haltung jedoch mutig und konsequent. Bernd Noack

mit Natalie Forester, Anne Simmering und Max de Nil

Fotos Matthias Zielfeld, Leipzig